Konzept

Das betriebliche Gefahrstoffmanagement, als Teilbereich des Arbeitsschutzes und der -sicherheit, ist geprägt von einem hohen Anteil manueller zeitintensiver Tätigkeiten. Dies betrifft die Arbeitsvorgänge Informationsbeschaffung, Auswertung von Informationen (Transkription gesetzlicher Vorgaben in technische Lösungen bzw. Anweisungen) sowie die entsprechenden Vorortumsetzungskontrollen. Nur für die Bereiche Dokumentation und Informationsverteilung sind Lösungen verfügbar, die z.B. bei Konzernstrukturen Synergien nutzen und damit die Kosten reduzieren. Getrieben wird das ganze Thema zusätzlich durch stetig steigende gesetzliche Anforderungen und Standards in einem heterogen internationalen Umfeld. Der hohe manuelle Aufwand führt daher entweder zu hohen Kosten oder zu einem schlechten Pflegezustand von Daten, Dokumenten und Anweisungen und damit zu einem hohen unternehmerischen Risiko.
SiFa 4.0 hat zum Ziel, die manuellen Prozesse im Gefahrstoffmanagement weitestgehend zu automatisieren und dadurch die Kosten um 80 % zu senken. Ein besonderer Fokus wird auf den Bereich der Ersatzstoffsuche und -bewertung (Substitutionsprüfung) gelegt, der bei zwei Millionen Sicherheitsdatenblättern in Europa eine komplexe Aufgabe darstellt. Durch die automatisierte Substitutionsprüfung wird zum einen sichergestellt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keinen unnötigen Gefahren ausgesetzt werden, zum anderen werden bisher verborgene Kosteneinsparpotentiale in der Produktion sichtbar.